Flavia und Caius

4. Februar 2010

Macht meinen Job für das halbe Geld: der kleine Jussenmann

Der letzte Flunkenblogeintrag ist schon einige Monate her. Jetzt ist es Februar 2010, Flavia besucht seit einem halben Jahr den Kindergarten, kann seit einigen Wochen ohne Schwimmhilfe schwimmen und tauchen (!) und genießt es, unter Wasser die Augen offen zu haben und Späße zu machen. Sie spielt täglich intensiv mit ihren Duplo-Steinen und baut Ställe für ihre geliebten kleinen Ponies und Pferde, deren Abenteuern sie in ereignisreichen Rollenspielen ausgestaltet. Ihr Bettchen hat schon lange kein Gitter mehr, und sie ist eine vorbildliche große Schwester, die sich liebevoll und aufmerksam um ihren kleinen Bruder kümmert. Sie liebt es, Biene-Maja-DVDs zu schauen, und hat sich für den Karneval ein Biene-Maja-Kostüm ausgesucht.

Caius ist neun Monate alt, fühlt sich im Wasser auch wohl und hat schon alle vier Schneidezähne. Er krabbelt wie ein Weltmeister und richtet sich gelegentlich zu stattlicher Größe auf. In den letzten Tagen experimentiert er verstärkt mit unterschiedlichen Lauten. Nach wie vor ist er sehr musikalisch, und nichts beruhigt ihn so schnell und nachhaltig wie Martin Stadtfelds Bach-Interpretationen. Caius ist eine Frohnatur, ein aufgeweckter kleiner Bursche, der jedermann gerne sein freundliches Lächeln schenkt und dem überall die Sympathien zufliegen.

In den letzten Wochen hat Caius sehr stark unter dem Zahnen – ein oder zwei Backenzähne sind unterwegs – und den damit wie so oft einhergehenden Erkältungen gekämpft. Zahnen und Erkältung bedeuten Schlaflosigkeit, und ein schlafloser Caius bedeutet eine schlaflose Esther. Nachdem die so belastete Esther nun selbst seit mehr als vier Wochen schwer erkältet ist – trotz Gabe von Antibiotika und anderen Medikamenten -, und sich die Besserung wegen des Schlafmangels nur sehr zögerlich einstellt, könnte der Alltag momentan durchaus freudvoller sein. Wir können es alle kaum erwarten, daß Caius und Esther sich wieder von ihrem gesundheitlichen Tief erholen.

Fläschchen, Drehung und sturmfreie Bude

18. August 2009

Und was macht Caius? Er dreht sich nun schon: nicht nur auf die Seite, sondern sogar schon auf den Bauch. Und zu allem Überfluß hat er das ihm zu Übungszwecken angebotene Fläschchen (zunächst von Esther und am nächsten Tag von mir) anstandslos angenommen. Zwei Abenden mit sturmfreier Bude – die Holde geht am Donnerstag und Freitag aus – steht nun nichts mehr im Wege.

Rheinauenpark, Sushi und Häagen Dasz

18. August 2009

Rheinauensee in Bonn Als ich heute gegen fünf nach Hause kam, hatten Flunky und ich die Idee, gemeinsam einen Ausflug zu unternehmen. Schnell einigten wir uns auf die Rheinaue als Ziel. Dort angekommen, zog es uns gleich zum Rheinauensee und zum Tretbootverleih, und wir unternahmen eine kleine Paddeltour auf dem mit Entengrütze gesättigten See. Anschließend begutachteten wir eine Scheibe aus einem Mammutbaum und den Blindengarten in der Rheinaue, bevor es uns zur Sushatio nach Bonn zog. Das Ichiban bot uns ein reichhaltiges Mahl, nach dem unsere kugelrunden Bäuche nur noch für ein großes Eis bei Häagen Dasz (mit drei Sorten Schokoladeneis!) Platz hatten und sonst merkwürdigerweise für nichts.

Höflich, aber bestimmt

15. August 2009

Heute bei der Hochzeit von Opa Erich zu einem Gast, der sich auf einem Stuhl niedergelassen hatte, auf dem zuvor Flunky saß: “Entschuldigung, aber ich glaube, Du sitzt auf meinem Stuhl.” Diese Formulierung sorgte angesichts von Flunkys kindlicher Erscheinung bei den anderen Gästen für große Heiterkeit und bei mir für einen eine stolzgeschwellte Brust. Höflich, aber bestimmt – das kann man nicht früh genug lernen. :-)

Caius strampelt schon

15. August 2009

Caius ist noch klein (drei Monate), gesund, normal entwickelt, und so gibt es über ihn für abgebrühte Elternveteranen natürlich nicht so viel zu berichten wie über ein größeres Kind.

Jedoch: Seit einigen Wochen lächelt der kleine Caius herzallerliebst. Und obendrein kann er sich seit wenigen Tagen aus eigener Kraft und eigenem Antrieb auf die Seite drehen. Außerdem ist er fast immer hervorragend gelaunt, liebt seine Babyzeitung, die mehrmals am Tag ausgiebig studiert wird, und reagiert mit Entzücken auf scherzhafte Ansprache.

Aber was erzähle ich – hier gibt es ein kleines Strampelvideo.

Von der Tochter ausgehalten

15. August 2009

Als ich mich am Montagmorgen von meiner Tochter verabschiedete, um zur Arbeit zu gehen, stimmte sie ein großes Wehklagen an: “Ich möchte aber, daß Du zuhause bleibst. Geh doch nicht zur Arbeit und verbring den Tag mit mir!” Vor einigen Wochen hatte ich ihr schon erklärt, daß ich nicht zuletzt arbeiten gehe, weil ich dafür Geld erhalte, von dem wir unser Haus, Heizung, Licht, Essen, Auto, Bücher, Urlaub, Kleidung usw. bezahlen.

Als ich diesmal also nur kurz daran erinnerte, daß ich des Geldes wegen leider zur Arbeit müsse, wandte die kleine Flunky sich zielstrebig um, lief zu ihrem Spielsachenregal und holte ihr kleines, gelbes Sparschwein. Das mit Kleingeld etwa halb gefüllte Plastiksparschwein hielt sie mir wortlos und mit ernstem Blick hin. Nach einem Moment verstand ich: Dank Flavias Geistesgegenwart hatte ich nun Geld – warum also noch zur Arbeit gehen? Vielleicht würde ich auch an allen folgenden Tagen zuhause bleiben können!

Aber, ach – leider war es nicht genug Geld (selbst als die Kleingeldschale auf der Flurkommode bemüht wurde), um mich in den Stand finanzieller Unabhängigkeit zu versetzen. Und so mußte ich an diesem schönen Tag trotz Flavias lieber Bemühungen an meinem Arbeitsplatz erscheinen. Es war ein guter Arbeitstag, aber noch lieber hätte ich ihn, von meiner Tochter ausgehalten, mit ihr zuhause oder in der Ahrtherme verbracht.

Neulich bei der Oma

13. August 2009

Neulich bei Flunkys Oma auf dem Weg zu einer Erledigung in der Garage: Flunky wollte mit raus, dann wieder nicht, dann wieder doch. Als die Frau Großmama sich bei Madämchen nach der endgültigen Entscheidung erkundigte, antwortete Flunky mit großem Ernst und sehr salbungsvoll:

Omu, das ist so:
Ich bin ja noch jung,
und so ist das Leben.

Wie wahr.

Flunkys Geschichten

13. August 2009

Die kleine Flunky ist nun schon mehr als drei Jahre alt. In diesen drei Jahren hat sie so viele lustige und herzerwärmende Dinge getan und gesagt, die leider schon längst vergessen sind. Wenn eine sehr schöne Sache gerade geschehen ist, glaubt man, daß man sie nie vergessen wird – und wenige Tage oder Wochen später weiß man es schon nicht mehr.

Flunky im Baluba Erperheide März 2009

Flunky im Baluba Erperheide März 2009

Deswegen habe ich beschlossen, in diesem kleinen Blog schöne und bemerkenswerte Ereignisse rund um und Taten von der kleinen Flunky festzuhalten. Wenn der kleine Caius (jetzt 3 Monate alt) größer ist, werde ich auch mehr über ihn berichten.

Hier sind schon mal zum Einstieg zwei Flunkenvideos aus der jüngeren Zeit.


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